11.04.2007
Landesamt für Besoldung NRW Düsseldorf

Landesamt für Besoldung Düsseldorf

Grundlage der Planung ist zum einen der siegreiche Entwurf des internationalen Werkstattverfahrens aus dem Jahr 2002 und zum anderen der aus dieser Arbeit resultierende Bebauungsplan.

Das Planungsgebiet „Tannenstraße Düsseldorf“ ist gekennzeichnet durch sehr unterschiedliche Randbedingungen:

* Im Norden durch ein angrenzendes kleinbürgerliches Wohngebiet, das durch die Johannstraße, eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt mit hohen Emissionswerten, getrennt ist.

* Im Süden durch das stark durchgrünte, neu entstehende Quartier, das denkmalgeschützte Kasernengebäude mit maßstäblichem Wohnungsbau verbindet.

* Im Osten durch die über dieses Projekt hinaus vorgeschriebene, im o.g. Wettbewerb erarbeitete, vernetzende städtebauliche Struktur.

* Im Westen durch einen Altbaubestand entlang der Johannstraße, der jedoch mittelfristig Veränderungen erfahren wird.

Die Grundrissfigur des Gebäudes nimmt die Mäanderstruktur des Bebauungsplanes auf und unterstützt somit den Entwurfsgedanken des Städtebaulichen Gesamtkonzeptes. Entsprechend wurde auch der gebäudetypologische Leitgedanke des B-Planes, die Bürogebäudestruktur durch ein siebengeschossiges Grundmodul senkrecht zur Johannstrasse und fünfgeschossige Verbindungsgebäude darzustellen aufgenommen.

Die modularen Strukturen der Baukörper an Johannstraße, von denen dieses Projekt den westlichen Teil bildet, formen entlang dieser wichtigen Innenstadtmagistrale ein abwechslungsreiches, architektonisches Ensemble für Büro und Dienstleistung. Sie zeigen einen differenziertes, prägnantes Stadtbild von Gebäudeköpfen, haben hohen gestalterischen Wiedererkennungswert und bilden gleichermaßen den schützenden Rahmen für den dahinter liegenden Wohnpark.

Die markanten Bauteile sind die zweigeschossig überhöhten nord-süd ausgerichteten Büroscheiben, deren Köpfe die Erschließungsstraße überbrückend den sonst monotonen Straßenraum der Johannstraße rhythmisieren. Diese Bauteile erhalten darüber hinaus durch die vorgeschlagene Lochfassade ein höheres gestalterisches Gewicht.

Die ost-west ausgerichteten Bauglieder durchbrechen die Strenge dieser Scheiben, sind horizontal betont von einer kontrastierender Leichtigkeit.

Das Wechselspiel der Architektur gibt den Freiräumen Offenheit, Weite, Spannung und Frische. Die gewählten Materialien und Farben unterstreichen dieses planerische Ziel und geben zudem den Baukörpern zeitlose Eleganz. Die Freiräume ergänzen das Farb- und Konstruktionskonzept der Architektur. Sie sind miteinander gestalterisch verbunden, durchweben das architektonische Ensemble.

Die zwischen den Baukörpern entstehenden Höfe werden durch Heckenstrukturen nach Außen hin abgeschirmt, so dass sich gut erlebbare Bereiche mit unterschiedlichen, sich den angrenzenden Nutzungen angepasster Aufenthaltsqualität entwickeln.

Zu der im Süden liegenden Anliegerstraße hin wird eine Baumreihe in Verbindung mit gegliederten Heckenelementen angelegt, die sowohl Sichtschutz bieten als auch einen harmonischen Übergang schaffen. Entlang der Erschließungsstraße werden dem Rhythmus der Bebauung angepasst Bäume gepflanzt. Neben der gestalterischen Qualität wird bei der Auswahl der Pflanzen auch auf den ökologischen Aspekt geachtet. Somit werden nicht nur die Forderungen des Grünordnungsplans erfüllt sondern auch versucht eine Harmonie zwischen dem Eingriff durch die Bebauung und den Belangen der Natur herzustellen.




 
   
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