21.01.2008
Ruhr Universität Bochum Neubau ID und IDN

Ruhr-Universität Bochum – Ersatzgebäude ID

Die Grundstruktur der Ruhr Universität Bochum spiegelt in wohl einzigartiger Form die Städtebau- und Architekturphilosophie der 70er Jahre wieder. Sie ist deshalb in der gelben Liste des Denkmalschutzes durch Eintragung entsprechend gewürdigt worden.

Der geplante Neubau des ID-Gebäudes bildet den östlichen Abschluss der Nordspange dieses Bauensembles und ist in seinen Ausmaßen bestimmt zum einen durch bestehende Bauten, zum anderen durch rechtliche Randbedingungen. Seine Bedeutung erhält dieses Gebäude einerseits durch die Besonderheit seiner stadtstrukturellen Lage als Übergang der Großform Ruhr Universität Bochum (RUB) zu den angrenzenden Wohnbebauungen, andererseits durch die Aufgabe hier einen harmonischen jedoch eigenständigen markanten Schlussstein zu setzen.

Das geplante ID-Gebäude übernimmt diese vorgegebene Architektursprache, ohne jedoch Eigenständigkeit und die notwendige akzentuierende Kraft eines “Schlusssteines“ vermissen zu lassen. Sie verzichtet bewusst auf jedwede hier nicht angebrachte Sonderform, gibt eine klare Antwort auf die Frage nach der Darstellbarkeit eines harmonischen Zusammenspiels unterschiedlicher Bauepochen.

Auch bei der Farbigkeit und Materialität gilt es durch behutsame Ergänzung das Gesamtbild der RUB zu erhalten bzw. angemessen zu arrondieren. Das bei der Generalsanierung des Mensagebäudes begonnene Farb- und Materialspiel wird fortgeführt. Einzig die Farbigkeit und Materialität des Bauelementes, in dem sich Hörsaal, Bibliothek, Cafeteria u.a. befinden und das den südlichen Flügel des Gesamtbaukörpers durchbricht, weit in den Freiraum hinauskragt, betonen die Bedeutung dieses “Schlusssteines“ und setzten den markanten Endpunkt. Innen- und Außenraum sind durch Material und Farbe verbunden, bilden eine Einheit. Grautöne bis hin zu schwarz, zum Großteil mit Metalliceffekt, weiß und pointierend byzanzblau, zenrot und safrangelb (s. Mensa) stehen im Wechselspiel mit Glas, Holz und Edelstahl.

Die Freiraumgestaltung ist bestimmt durch die Hanglage und die gegebenen Strukturen der inneren Grünachse der RUB. Hier wird fortgeschrieben, was in den 70er Jahren begonnen wurde.

Die Innenhöfe sind so großräumig wie nur irgendmöglich und geben dem Bau Leichtigkeit, Klarheit und Weite, spiegelt dieses farbliche Gesamtkonzept wieder. Ihre Gestaltung und Ausformulierung übernimmt das freie Wechselspiel der gegebenen Außenanlagen.




 
   
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