21.07.2009
Freiräume entlang der Strunde Bergisch Gladbach

Freiräume entlang der Strunde

Der Entwurf legt in dem Realisierungsteil die Strunde größtmöglich frei und bindet den Hebborner Flutgraben offen an. Entlang der erfahrbar gemachten Gewässer entwickeln sich attraktive innerstädtische Freiräume und Parkanlagen.

Diese Freiflächen gliedern sich an die vorhandenen Stärken an, lassen Raum für die Verknüpfung mit den Wettbewerbsergebnissen [Stadtmitte West] und betonen die kulturellen Einrichtungen.

Die offengelegte Strunde erhält in der Planung drei unterschiedliche Ausformulierungen mit entsprechenden Ufertypologien. In dem Teilbereich der Buchmühle entsteht ein langgestreckter Bogen von dem das nördliche Ufer urban, mit angrenzender Mischfläche, Sitzstufen und harten Kanten ausgebildet ist und das südliche Ufer landschaftlich in eine parkähnliche Fläche mit Bodenmodulationen und Landschaftsgehölzen übergeht.

Im Bereich des Kulturgartens erhält die Strunde einen geradlinigen und sehr formalen Verlauf. Achsen die sich zu Becken aufweiten liegen eingebettet in einer urbanen Platz- / Promenadenfläche. Verbunden werden diese beiden Flächen durch einen schmalen Verlauf der Strunde entlang der Buchmühlenstraße, der dem bewährten Prinzip des „Freiburger Modells“ angelehnt sein soll.

Der dritte Ufertyp befindet sich in dem historischen Garten der Villa Zanders. Hier im südlichen Teil des Gartens befindet sich ein bereits offengelegter Teil der Strunde, der beidseitig naturnah angelegt ist und eine kleine Insel inmitten des Gartens umfließt. Diese Gestaltung entspricht dem Charakter des Gartens und benötigt außer einer leichten Überarbeitung keiner größeren Veränderungen. Buchmühle

Aus dem heutzutage als Parkplatz genutzten Bereich der Buchmühle entsteht ein hochwertiger innerstädtischer Park, der den Stadtraum mit der Erlebbarkeit von Wasser, dem Rosengarten und neuen attraktiven Nutzungsmöglichkeiten verbindet.

Von Osten her fließt die Strunde in den neu angelegten Park. In einem großzügig nördlich verlaufenden Bogen bildet sie den Rücken des städtischen Raums. Im Süden erhält der neue Park eine bauliche Abgrenzung zu den Gebäuderückseiten der Hauptstraße. Kulturgarten

Auf der Fläche des ehemaligen Forumsparks und der Maria-Zander-Anlage entsteht ein neuer multifunktionaler urbaner Freiraum. Geradlinige Wasserläufe die sich aufweiten zu Becken, Sitzstufen am Wasser, Bänke unter filigran wirkenden Gleditsien-Achsen, ein Wechsel zwischen Plattenflächen und wassergebundener Wegedecke verleihen der neuem Anlage den zeitlosen Charakter und dienen als Bindeglied zwischen den verschiedenen Stadträumen und kulturellen Einrichtungen.

Bei dem neu geplanten Kulturgarten bleibt der parkähnliche Garten um die Stadtbibliothek erhalten, wird unter Berücksichtigung des vorhandenen Baumbestandes aufgewertet und durch den neuen formalen Teil ergänzt. Ziel der neuen städtischen Freifläche ist es das Wasser im urbanen Raum erlebbar zu machen, es zur Gestaltung zu nutzen, die historischen Gartenanlagen (Garten Villa Zanders, Forumspark) miteinander zu verbinden und der als multifunktional bespielbare Fläche für Kirmes, Markt und weitere öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen ohne außerhalb der Nutzung karg und leer zu wirken.

Im Übergang zum Garten der Villa Zanders werden die Bodenbeläge bis an den historischen Garten herangeführt, die Sichtachse zwischen Rathaus und Quirlsberg wird jedoch bewusst frei gehalten. Der südliche Teil des Gartens Villa Zanders bleibt in seiner Gesamtheit in dem historischen Zustand, wird jedoch im Übergang zur Schnabelsmühle hin der neuen Situation angepasst.

Ein neuer Eingang in Verlängerung des Fußgängerüberwegs ermöglicht den direkten Eintritt in die Anlage und somit auch in die StadtLandschaft, eine weite Blickachse betont die Qualitäten der Innenstadt mit der Mischung aus Historischem und Neuem.




 
   
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