Memeler Straße Haan

Gestaltungskonzept für die Außenlagen einer großflächigen Wohnanlage in Haan. Anlass der Planung waren Probleme mit der Grundstücksentwässerung. Es wurde ein aufwendiges Entwässerungskonzept erarbeitet und umgesetzt. Ein Rigolensystem zur Aufnahme des Regenwassers wurde installiert. Im Zuge dieser Arbeiten wurde für das gesamte Areal eine Neugestaltung der Außenanlagen vorgenommen.

Die Siedlung bestehend aus elf Mietshäusern stammt aus den 1960er-Jahren – die Aufmachung der Außenanlagen war, dem Geist der Zeit entsprechend, eher spärlich.

Durch die Strukturierung der Anlage mittels einer topographisch orientierten, organischen Wegeführung und durch die Zonierung der Fläche in unterschiedlich große Teilräume entsteht eine parkähnliche Gartenlandschaft, die der Wohnsiedlung ein vollkommen neues Gesicht verleiht. Eine derartige Aufwertung der Außenanlage erhöht die Lebensqualität und bietet eine große Chance für das gesamte Wohngebiet.

Die siedlungsinternen Wege wurden neu gepflastert und in geschwungenen Formen ausgeführt, um die auf der Fläche vorhandenen Höhenunterschiede aufzunehmen. Zusätzlich wurde ein zentraler Weg geschaffen, der das gesamte Areal vernetzt. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Versorgungswerken wurden die in der Fläche liegenden Gas- und Wasserleitungen erneuert.

Entlang der Erschließungsstraßen wurden neue Müllplätze angelegt, die von Heckenkörpern eingefasst werden. Die Eingangsbereiche der Gebäude wurden ebenengleich gestaltet und erhalten ein neues Erscheinungsbild. Darüber hinaus erhält jede Häusergruppe einen Fahrradstellplatz. An der Memeler Straße wurden neue Stellplatzanlagen für Pkw errichtet. Bei der Materialwahl für die befestigten Flächen wurde Wert auf eine versickerungsfähige Pflasterung gelegt.

An den Gebäuden Memeler Straße 9 und 11 wurden drei Mietergärten angelegt. Dazu wurde das Geländeniveau im rückwärtigen Bereich der Häuser angehoben, um von der Wohnung aus ebenerdig zugängliche Gartenbereiche zu schaffen, die von Heckenkörpern eingefasst sind.

Ein Beleuchtungskonzept verleiht der Neugestaltung der Außenanlagen eine zusätzliche Qualität.

In der gesamten Außenanlage wurden großflächige Beetflächen angelegt. Diese folgen entweder dem Pflanzthema Wildrosen und Kirschloorbeer oder dem Thema Schattenstauden und großflächige Gräserpflanzen. In den Eingangsbereichen wurden Stauden gepflanzt. Die bestehenden Bäume wurden erhalten und durch einzelne Solitärbäume der Gattungen Birke, Tokyo-Kirsche, Felsenbirne und Gold-Gleditschie ergänzt.




 
   
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